Fünf Vorschläge, die den Steuerfokus von Arbeit auf Vermögen verschieben.
Konkrete Policy-Ideen, abgeleitet aus Forschung und internationalen Modellen. Jede verlinkt zu den Institutionen, die sie entwickelt haben — wir sind der Index, nicht die Autoren.
Vermögenssteuer — progressiv ab 1 Mio. € Freibetrag
Eine Steuer, die nur die reichsten 3–4% der Haushalte betrifft. Mit Freibetrag von 1 Mio. € und moderaten Sätzen ab 0,5%. Selbst mit starken Ausweicheffekten sind 5–7 Milliarden Euro jährlich realistisch.
Zum Modell (AK) →Erbschafts- und Schenkungssteuer — mit hohen Freibeträgen
Seit 2008 werden jährlich ~21,5 Mrd. € steuerfrei vererbt. 84% der Milliardäre in Österreich kamen durch Erbschaft zu ihrem Vermögen. 27 von 38 OECD-Ländern haben eine Erbschaftssteuer.
Zur Analyse (ÖGB) →Grundsteuer-Reform — zeitgemäße Bemessungsgrundlage
Die Grundsteuer basiert in Österreich noch auf Einheitswerten von 1973. Eine Reform mit aktuellen Verkehrswerten würde die vermögensbezogenen Steuereinnahmen substanziell erhöhen.
Zum Institut →KESt progressiv statt pauschal — Kapitaleinkommen fair besteuern
Kapitaleinkommen werden in Österreich pauschal mit 27,5% besteuert — unabhängig von der Höhe. Arbeitseinkommen hingegen progressiv bis 55%. Eine progressive KESt würde dasangleichen.
Zur Analyse →Privatstiftungen — Steuerprivilegien abschaffen
Österreich hat ca. 3.000 Privatstiftungen mit geschätzt 100 Mrd. € Finanzvermögen — praktisch nicht in Vermögensstatistiken erfasst. Eine Reform der Stiftungsbesteuerung würde Steuergerechtigkeit erhöhen.
Zur Quelle →Zum Vergleich: Das entspricht in etwa dem jährlichen Budget für Österreichs Universitäten und Fachhochschulen zusammen — oder dem Doppelten des Pflegebudgets.